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26.08.2009

Königinnentreffen 27. 4. bis 1. 5. 07 in Witzenhausen

“Queens on Trikes”

Ein Termin der schon lange in meinem Kalender stand, war das Königinnentreffen in Witzenhausen. Natürlich hatte ich für diesen frühen Termin im April wenig Hoffnung auf schönes und trockenes Wetter. Schon den ganzen Monat durch war es bei uns trocken und schon ungewöhnlich warm. So sanken meine Hoffnungen dass sich diese Schönwetterperiode so lange hält immer mehr. Irgendwie müssen die veranstaltenden “Herkules Triker” aber einen besonderen Draht zum Wettergott haben. Als ich am Freitag früh meinen Fridolin an den Bauernhaken vom Trike hängte, brannte schon die Sonne vom Himmel.

Meine Frau, die beste Ehefrau von Allen, musste noch bis zum Nachmittag arbeiten. Um Halb Fünf gings aber los. Bei Kronau auf die A 5 und Gas gegeben. - Bis Heidelberg. Dann standen wir zum ersten Mal im Stau. Das sollte auch der einzige Stau bleiben - er löste sich dann wirklich nicht mehr richtig auf und wir fuhren Stunde um Stunde im ersten und zweiten Gang. Wie lange sich 380 KM ziehen können, wenn man kaum einmal freie Fahrt hat, das musste ich an diesem Freitag mal wieder feststellen.

Es war dann schon 10 Uhr durch, als wir auf den Platz “Trike City” in Witzenhausen rollten. Wie Selbstverständlich hatte aber unser feines Gespann auch diese motorenmordende Tortur klaglos überstanden.

Am Abend gabs dann noch ein wenig flüssige Nahrung. Das Gläschen Bier um 80 Cent. Das ist doch mal wirklich ein Schnäppchen. Oder? - Aber Gläser für Erwachsene gabs auch gegen Aufpreis nicht! So mussten wir halt immer mit dem Kartoffelkorb an die Tränke um Nachschub zu holen.    

Für das Frühstück am nächsten Morgen hatten wir selbst gesorgt. So entging uns leider das Frühstücksbüffet vom Veranstalter. Von allen Seiten wurde deren Angebot gelobt - bis auf den Kaffee, der leider immer aus war.

Ehe ich am Samstag noch richtig wach war, bekam ich mit, dass sich an der “Trike City” eine ganze Menge Triker versammelten. Da ich mir nix entgehen lassen wollte, schwang ich mich auf mein Trike und hetzte der Meute hinterher. Unterwegs merkte ich, dass ich sogar vergessen hatte meine Socken anzuziehen. Macht nix, ich will ja heute nicht mehr heiraten.

Am Samstag ging es dann darum, vor der feierlichen Festeröffnung ( in München nennt man das: “ozapft is”) die Majestäten zur Bühne am Festplatz zu kutschieren. Auf meinen Soziusplatz setzte sich die “Weinkönigin von Munster”. Diese Queen erklärte mir auf dem  Weg, dass  Munster in der Lüneburger Heide liegt und man dort noch niemals aber auch nur einen Tropfen Wein erzeugt hat. Weintrinker gibts aber reichlich dort. Und ein riesiges Weinfest auch. Und der Wein dafür der kommt ..... fast jeder kann sichs wohl denken .... aus der schönen Pfalz natürlich.

Mit der Pfalz hatte ich es dann aber auch ständig an diesem Wochenende.

Als ich mich gerade wieder auf den Rückweg zum Campground machen wollte, erfuhr ich zufällig dass noch ein paar der Königinnen irgendwo hin gefahren werden sollten. - Wohin, das war von keiner Stelle zu erfahren.

Auf meinem Zweisitzer Trike hatte ich dann plötzlich zwei Königinnen sitzen. Die beiden “Tabakköniginnen” von 2006 und 2007 aus Hatzenbühl in der Pfalz vertrauten sich meinen Fahrkünsten an. Deren Hinterteile waren aber wirklich so rank und schlank dass alle beiden auf dem einzelnen Soziussitz Platz fanden. Die Fahrt führte uns dann etwas ausserhalb von Witzenhausen auf einen Bauernhof mit Wirtshaus und Frischemarkt. Dort war dann irgendwas mit Kirschbäumen? Was, das konnte ich vor Ort leider mal wieder nicht in Erfahrung bringen. Da wäre für den Veranstalter noch ein wesentlicher Punkt die Organisation zu verbessern! Könnte man da nicht an einem zentralen Ort von “Trike City” einen Aushang machen auf dem sämtliche Programmpunkte mit Zeitangabe veröffentlicht werden? Oder ein Infoblatt für jeden ankommenden Teilnehmer? Es ist ja auch so, dass viele der Teilnehmer zum Teil heftig weite Strecken unter die Räder genommen haben um der Stadt Witzenhausen und den “Herkules Trikern” zu einem enormen Imagegewinn zu verhelfen.

Ich will ja nicht meckern, aber das sollte doch auch mal gesagt sein:    Was ist eigentlich der Stadt Witzenhausen die Mithilfe der vielen Trikerinnen und Triker wert? Jeder von diesen Teilnehmern hat z. T. sogar enorme Kosten auf sich genommen schon alleine für die An - und Abreise. Die Stadt Witzenhausen hatte für die in sengender Hitze ausharrenden Chauffeure noch nicht mal ein Fläschchen Sprudel übrig !!! Sind wir denn wirklich nicht mehr wert? Auch das Verbleiben der Fahrer und Maschinen nach dem Umzug hätte deutlich besser organisiert werden können.

Am Sonntag wurde das Aufstellen zur Abfahrt von einer Gruppe “Guggenmusiker” lautstark angekündigt. Jeder hatte vorher eine “Startnummer” bekommen. Anhand dieser Nummer konnte dann jeder selbst feststellen, welche der Majestäten seinem Trike zugeteilt war. Die Startnummern waren auch an den Aufstellungsstraßen auf den Asphalt gemalt. Hier konnte nun wirklich nix mehr schiefgehen. Jeder brauchte sich nur mit seiner Nummer an die entsprechende Nummer auf der Straße zu stellen und auf “seine” Königin zu warten.

Die hübscheste aller Könniginnen nahm auf meinem Trike Platz - wie soll das auch anders sein? Das “Dornröschen aus der Pfalz”. Aus Dörrenbach war das schöne Kind.  

Mehr als zwei Stunden in brütender Sonne waren zu überbrücken bis der Umzug der “Königinnen” dann endlich los ging.

Ich dachte ich hätte mit meinen schwarzen Lederklamotten das schlechteste Los gezogen. - Dann sah ich erst mein “Dornröschen. Nicht nur ein bodenlanges Kleid, nein auch noch einen schweren Umhang aus Pelz hatte das arme Mädchen zu tragen. Ganz königlich ertrug sie aber diese Tortur bis zur letzten Minute.

Auch andere Hoheiten, wie zum Beispiel dieser “Wacholdermann” hatten ihr Päckchen zu tragen.

Hab ich nicht die Schönste ergattert?

Die Damen waren aber nach der Veranstaltung wieder “sauber und unbeschadet” zurückzubringen.

Hat mir aber trotzdem unheimlich viel Spaß gemacht.

An dieser Stelle noch mal vielen Dank an das “Dornröschen aus der Pfalz”.

Als der Zug dann mal gestartet war, gabs kein Halten mehr. Die Begeisterung der                -zigtausend Zuschauer kannte keine Grenzen. Die Königinnen wurden fast überrannt mit den Wünschen nach Autogrammen. Von mir wollte aber kein Mensch eines!! Ich kann das gar nicht verstehen ? !

Sogar unser Freunde aus dem “Osten der Republik” kamen zum Zuge und durften die hübschen Mädchen chauffieren.

Dieter, der Schreiberling.

Wolle, der nicht ganz so weit östlich wohnt.

Sogar “Gänsefleisch” Micha hat Eine abbekommen.

Zwei Hübsche auf einem Trike. Ein reines Damengespann.

Ein Gläschen Hopfentee aus dem Kartoffelkörbchen bildete dann am Abend einen schönen Abschluss eines unvergesslichen Tages.

Ihr “Herkulesse”, ich will ja nicht drohen, aber zum nächsten Königinnentag werde ich mein Dreirad wieder nach Witzenhausen dirigieren. Und wenn alle anderen auch so viel Spaß hatten, dann könnt Ihr Euch 2010 auf was gefasst machen.

Wofür wir am Freitag, mit einer ganz kurzen Pause, über 6 Stunden gebraucht hatten, schafften wir am Montag mit zwei längeren Pausen in gerade mal 4 Stunden.

Das lässt mich doch grübeln, ob man zu einem Triketreffen nicht auch am Montag anreisen sollte? Da könnte man sich doch sicherlich viel Zeit und Nerven sparen ?!

Einen schönen und ausführlichen Bildbericht über dieses “Ereignis des Jahres” gibts vom Dieter persönlich in der nächsten Ausgabe der “Triker Szene”.