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Rede 2006 – das Hoffen auf ein kleines Wunder.
Was haben wir Triker eigentlich verbrochen, dass wir vom Regengott bei jedem Triketreffen in Ungarn so bestraft werden.
Als meine Frau und ich uns vor dem ersten August Wochenende aufs Trike setzten um das TT in Rede / Ungarn anzusteuern hofften wir noch auf das kleine Wunder bei der Anfahrt einmal nicht nass zu werden. Bei strahlendem Sonnenschein ging’s am frühen Nachmittag los. Mit Tempo 100, wie gehabt ging’s über die Autobahn. Da das Wetter so schön war, ließen wir Pullmann City diesmal links liegen und machten unseren Übernachtungsstop erst auf dem neuen österreichischen Autohof in Oed. Die Nacht verbrachten wir auf dem dortigen Parkplatz in unserem kleinen Weferlinger Wohnwagen. Gegen drei Uhr nachts wurde ich von heftigem Klopfen geweckt – riesige Regentropfen trommelten auf unser Wohnwagendach. Bis zum Morgen hatte es sich richtig schön eingeregnet. Wir verschoben die Abfahrt immer wieder um eine halbe Stunde nach hinten. Nach dem siebenten Verschieben war es fast Mittag geworden und der Regen hatte noch immer kaum nachgelassen. Also Regenklamotten an und rauf auf das Trike. Die nächsten 400 Km bis zum Schlosspark in Rede fuhren wir mit einem einzigen Tankstop fast komplett im Regen durch. – War also nix mit dem kleinen Wunder.
Kriss und Dodi bildeten das Empfanskomitee an der Einfahrt. Alle schon anwesenden Triker kannten wir von den Treffen vergangener Jahre in Rede. Alles Wiederholungstäter!
Während des Treffens hielt sich dann sich dann der Wettergott einigermaßen zurück. Von einigen kleinen Schauern abgesehen blieb es bis Sonntag früh weitestgehend trocken.
Das Programm war wie immer recht abwechslungsreich.
Eine Tombola, über deren Hauptgewinn, ein Mini Bike mit Straßenzulassung sich eine ungarische Besucherin freute.

Ein ungarischer Elvis Imitator der seine Sache wirklich toll machte. Dieser reist übrigens mit einem nicht zugelassenen selbstgebauten Trike von Auftritt zu Auftritt.
Lazi, der bikende Pfarrer segnete vor der Ausfahrt am Samstagnachmittag Fahrzeuge und Besatzungen.



Der Auftritt einer jugendlichen Folklore Tanzgruppe gegen Abend.

Eine ungarische Lifeband brachte das Zelt am Abend tatsächlich zum Beben.
Zwischendurch wurde von einer fachkundigen Jury unter fast 30 Bewerberinnen die „Miss Bike Magazin“ gekürt. Eine Aktion die von den hauptsächlich männlichen Zuschauern mit viel Befall begleitet wurde. Die Mädchen präsentierten sich zuerst im knappen Kleidchen, dann im Bikini und zu guter letzt auf einem Trike.
 
Ein tolles Höhenfeuerwerk rundete am späten Samstagabend das Fest ab und bildete einen würdigen Abschluss.

Die Versorgung mit flüssiger und mit fester Nahrung war wie jedes Jahr sehr gut und recht preisgünstig. Das kommt halt auch daher, dass die Verpflegungs- und Unterkunftspreise in Ungarn allgemein deutlich unter dem Niveau in Deutschland liegen. Als wir einmal zum Mittagessen in das Nachbardorf fuhren, bekamen wir dort in einer normalen Gaststätte das Tagesmenü für umgerechnet knapp 2 Euro serviert. Als ich dann in einer „Waschanlage“ mein Trike von Hand putzen lies – durch die Regenfahrten war das auch bitter nötig – bezahlte ich für die gründliche Reinigung keine 4 Euro.
Auf dem Platz waren wieder die wunderbaren ungarischen Eigenbauten zu bewundern. Viel Liebe und viel knappes Geld werden in die Fahrzeuge gesteckt. Leider können diese dann noch immer nicht offiziell zum Straßenverkehr in Ungarn zugelassen werden.
 

Das Erwachen am Sonntag früh bescherte nicht nur einen etwas angeschwollenen Kopf sondern auch, wie immer bei an – und Abreise, reichlich Regen. Innerhalb kürzester Zeit verwandelte sich der Schlosspark in einen Morasttümpel. Entsprechend sahen dann auch die bis dahin leidlich gepflegten Toiletten aus.

Auch so manchem Trike machte das Wetter zu schaffen. Das „Oskar Trike“ mit seinem ukrainischen Motor quittierte seinen Dienst ganz und war auch mit sehr gutem Zureden nicht mehr zum Anspringen zu bewegen.

Erst am frühen Nachmittag machten wir uns deshalb auf den Weg und kamen dadurch wenigstens einigermaßen trocken zu Hause an.
Vermutlich durch das schlechte Wetter war der Besuch in diesem Jahr auch nicht so gut wie in den Jahren vorher. Da in Rede aber die meisten Besucher ihren Stammplatz haben und man sich untereinander sehr gut kennt weiß jeder sofort wer heuer fehlt. Vermutlich sieht man sich aber im kommenden Jahr wieder auf dem angestammten Platz.
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