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26.08.2009

Hallo Peter,

ein Triketreffen wie Anno - Dazumal?? Ohne Zelt, Band, DJ??

 

Ich habe für ein Wochenende (28.07. bis 30.07.) einen schönen Platz gemietet. Es werden sich Triker aus dem Südwesten treffen zu Lagerfeuer und Benzingesprächen. Ich stelle den Platz und den Stromanschluss. Den Rest (Essen, Getränke)bringt jeder selber mit. Keine Platz-, Stand- oder sonstigen Kosten.

 

Lust?

 

Adresse:

Am Waldborn, 66636 Tholey, Ortsteil Lindscheid.

Naherholung "Am Waldborn"

 

 

So lautete die Einladung die ich kürzlich in meinem Postfach hatte.

Ein tolles Kontrastprogramm zu der Einladung und der immer wieder kehrenden Werbung von einem, uns allen bekannten Verlag. Diese luden ja zu einem „ultimativen Triketreffen“ ein. Was daraus wurde weiß ja inzwischen fast jeder.

Beim „Anno Dazumal Treffen“ erwartete ich außer Freunde zu treffen eigentlich nix.

Also hab ich mir ein paar Steaks, Würstchen, ein Fläschchen Whisky und ein paar Flaschen Radler in eine Kühltasche gepackt.

200 Km Anfahrt bei Kaiserwetter machen noch mehr Appetit auf eine schöne Party mit Freunden.

Die Begrüßung auf dem wunderschön gelegenen Platz am Waldrand war so wie man das bei uns von Triketreffen gewohnt ist: Jeder freute sich ehrlich den Anderen wieder zu sehen. Kein Geschrei nach Platzgebühren, kein Gepöbel an der Einfahrt.

 

Vom „Veranstalter“ war kein „Programm“ organisiert, keine Band, kein DJ und keine nackigen Hupfdohlen auf der Naturtribüne. – Und keiner hat so etwas erwartet oder gar vermisst.

Gemeinsam auf einem Grill wurden die Würstchen gebraten. Aus den Flaschen, die auf dem Tisch standen, schenkte sich derjenige ein, der Durst hatte. Fast keiner wusste wer den Salat zubereitet hatte, jeder wusste aber dass er toll schmeckte und er auch gerne zweimal zugreifen konnte.

 

Die Unterhaltungen am Lagerfeuer konnten in normaler Lautstärke geführt werden, keine laute Rockmusik musste übertönt werden. Wer genau hinhörte, konnte außer dem Prasseln des Feuers auch den Specht im Wald hören. Vom bequemen, eigenen Klappstuhl aus, waren auch am Himmel die Sternschnuppen zu beobachten – allerdings nur von denen, die sich einen klaren Blick bewahrt hatten.

 

Wem es noch zu warm war, der nahm ein Bad in einem der beiden Becken die das frische, klare Quellwasser auffingen.

 

Ansonsten wurde das ganze Abendprogramm selbst gestaltet und keiner vermisste irgendetwas.

 

Zum Frühstück am Sonntag wiederholte sich das Prozedere vom Vorabend. Jeder stellte auf den Tisch was er mitgebracht hatte und jeder nahm sich das worauf er Appetit hatte. Besser kann ein Sonntagsfrühstück nicht sein.

Auch die Nachwuchstriker fühlten sich pudelwohl und versprachen im kommenden Jahr wieder zum Treffen „wie anno dazumal“ zu erscheinen.

 

Andreas, vielen Dank für die Einladung, wir haben uns sehr wohl gefühlt.