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26.08.2009

Eine komplett neue Front für mein altes TWA:

 

Ein paar Wort mus ich noch zur Vorgeschichte erwähnen. Als Vorderrad hatte ich eine schmale Trennscheibe in den Abmessungen 3,25 x 18 verbaut. Dieses Rädchen neigte nicht nur unheimlich stark zum untersteuern, nein, beim Betätigen der separaten Vorderradbremse war auch nur ein lautes Reifenquitschen zu höhen, ohne dass auch eine merkliche Verzögerung zu verzeichnen war. Da ich auch mehrmals Probleme mit gebrochenen Speichen hatte wurde dieses Rädchen gegen ein 120er Alugussrad ausgetauscht. Und siehe da, die Verzögerung der vorderen Scheibenbremse war plötzlich deutlich besser. - So lässt sich doch sicher auch der Wunsch nach einem noch breiteren Vorderrad besser verstehen?

Im letzten Herbst hatte ich das Glück eine breite Gabel von WS komplett mit 170er Rad, Bremsscheibe und Bremssattel günstig gebraucht erwerben zu können. Damit fingen aber die Probleme erst richtig an. Um alle Schwierigkeiten mit unseren Herren in den grauen Kitteln zu vermeiden, brachte ich mein Trike mit allen dazugehörigen Teilen zu WS nach Hechingen. “Da werden Sie geholfen”. So dachte ich. - Falsch gedacht. Nach ein paar Tagen konnte ich mein Trike wieder abholen. Fahren konnte ich nun aber damit nicht mehr. Leider passte die Gabel so gar nicht mit meinem Trike zusammen. Der Lenkeinschlag war gleich null, Brems - und Kupplungspedal standen beim Betätigen an der Gabelbrücke an und ein Lenkeinschlag war dann gar nicht mehr möglich.

Die schöne große Bremse am Vorderrad, die bei mir separat mit der Hand bedient wird, zeigt überhaupt keine Funktion.

Alles Sch.....

 

Meine alte “Spaghettigabel” und das schmale Vorderrad haben nun ausgedient.

Ein richtig schöner, breiter Vorderbau sollen als Ersatz dienen.

Auch hier in Ungarn musste ich mehrere Werkstätten aufsuchen bis ich die richtigen Leute gefunden habe die sich zum Einen mit der Materie auskennen und zum Zweiten ihr Wissen und Können auch gerne und zu günstigen Konditionen (für deutsche Verhältnisse zu “sehr günstigen Konditionen” ) zur Verfügung stellen.

Mein Freund Peter, ein begnadeter Technikfreak, baute mir die Geometrie der Gabel so um, dass sie nicht nur exzelent federt, sondern auch noch mit der Pedalerie richtig harmoniert.

Der Müller Zsolt, der Customizer über den auf der Seite “OCC in Ungarn” zu lesen ist, fand heraus warum die vordere Scheibenbremse keine Funktion zeigte (das hätte der Wolfgang Schlegel von WS eigentlich auch merken müssen bevor er mein Fahrzeug wieder vom Hof rollen lässt). Die Befestigungslasche des Bremssattels war so schief aufgeschweisst, dass der Weg der Druckkolben zur Bremsscheibe viel zu lang war. Er entfernte kuzerhand diese krumme Lasche und ersetzte diese durch ein aus dem Vollen gefrästes und poliertes Aluteil das nun mit der Radachse zusammen den Bremssattel bombenfest und sicher hält. In diesem Zusammenspiel kann nun die schwimmend gelagerte Bremsscheibe eine nie gekannte Verzögerung zeigen. - Ich bin einfach nur begeistert.

 

Ein ganz neues Fahrgefühl. Eine tolle Spurtreue, kein Untersteuern mehr. Eine Federung die diesen Namen auch verdient und eine Bremse die zupackt als gäbe es kein Morgen mehr.

Eine nicht nur optisch gelungene Halterung für den Bremssattel.

Eine ganz neue Sichtweise.

120 Euro habe ich letztes Jahr in Deutschland bezahlt um die zwei kleinen Alurädchen meines Weferlinger Wohnwagens auf nur jeweils einer Seite polieren zu lassen. Und da musste ich die Reifen noch selbst montieren lassen. Die komplette Hochglanzpolitur dieses ehemals matten und rauhen Rades hat in Ungarn incl. der Reifenmontage und des Ventils nur rund 40 Euronen gekostet.

Unter der rechten Soziusfußraste verbirgt sich ein ganz fleissiges und wichtiges kleines Helferlein. Für meine recht träge hintere Trommelbremse habe ich aus dem Zubehörshop von Rewaco einen pneumatischen Bremskraftverstärker eingebaut.Ein Teil auf das ich auf keinen Fall mehr verzichten will. Eine bebilderte Einbauanleitung gibt es im nächsten Heft der “Triker Szene”.