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26.08.2009

Die zweite motoKa in Karlsruhe

Als eine der ersten Motorradmessen im Lande fand in der ersten Februarwoche in Karlsruhe die zweite motoKa statt.Schon beim Debüt im vergangenen Jahr zog die Veranstaltung annähernd 22 000 Besucher an. – Die verkehrsgünstige Lage tut hier ein Übriges. Bei der zweiten Auflage in 2007 wurde die Besucherzahl sogar noch übertroffen. Über 10 % mehr Ausstellern als 2006 stand auch deutlich mehr Fläche zur Verfügung. So kann sich diese Messe heute schon zu den Top Ten der Motorradmessen in Deutschland zählen.

 

Umso trauriger ist es, dass nicht ein einziger Trikehersteller bei diesem Event vertreten war.Trotzdem habe ich sehr viele Triker aus der Region beim Messerundgang getroffen – man kennt sich eben in der Szene.Das Programm, das auf der motoKa präsentiert wurde, bot aber auch für den interessierten Triker einiges.So konnte ich direkt beim Eingang auf dem Stand des ADAC mal mit einer speziellen Brille im vollkommen nüchternen Zustand testen wie sich ein Alkoholisierter mit etwa 1,5 Promille fühlt: Mit der Brille auf der Nase war ein kurzer Parcours abzugehen und dann eine Autotür aufzuschließen. Wer das mal gemacht hat und ein klein wenig nachdenkt, der fährt in Zukunft sicherlich nicht mehr alkoholisiert Auto.

 

Gleich daneben war dann der Stand der Polizei. Diese führten dem Besucher an Hand von drastischen Beispielbildern vor Augen was bei einem Crash mit dem Moped eine gute Schutzausrüstung bringen kann. Dort habe ich mich dann entschlossen in der kommenden Saison mein Brain Cap durch einen guten Schutzhelm zu ersetzen.

 

Durch eine anwesende Notärztin wurde dort das richtige Verhalten an einem Unfallort demonstriert. Wie wird einem verunfallten Bike- oder Trikefahrer der Helm abgenommen? Eine Situation in die schon in der anstehenden Saison auch jeder Triker kommen kann. Eine Freizeitmodenschau bot auch für das trübste Trikerauge etwas. Das Auge, das hier noch nicht richtig aufging, öffnete sich spätesten auf der Custombikeshow. Wen die Schönheit der Custombikes nicht interessierten, der konnte seine Augen an den weiblichen Schönheiten, die die Mopeds präsentierten, erfreuen.

 

Für die Naturliebhaber unter uns gab’s noch eine Kettensägenshow. Hier malträtierte ein Künstler einen Baumstamm so lange mit seiner Motorsäge bis daraus ein sehenswertes, futuristisches Motorrad wurde.

 

Restaurierte und unrestaurierte Oldtimer gab es auf einer besonderen Schaufläche. Hier wurde auch das Projekt einer Karlsruher Schule vorgestellt. Bei diesem Projekt werden von den Schülern mit ihren Lehrern zum Teil wirklich schrottreife Oldtimer in einen 1 a Originalzustand zurückverwandelt.

Eine Trialshow begeisterte nicht nur Mopedfahrer

 

Wer sich für die Vorführungen der Motoballspieler interessierte und ein klein wenig Glück hatte, konnte Freikarten für ein Punktespiel des deutschen Motoballrekordmeistern „Taifun Mörsch“ ergattern.

 

Ich hatte dann noch ein besonders großes Glück. Kurz vor dem Nach Hause gehen unterhielt ich mich noch mit einem „Triumph“ Motorradhändler. Auf ganz vorsichtiges Nachfragen bot mir dieser doch tatsächlich eine ausgiebige Probefahrt mit einem ganz besonderen Donnerbolzen an: einer Triumph Rocket III. Das ist wohl das hubraumstärkste Motorrad in ganz Europa. 2300 ccm verteilen sich auf drei Zylinder. Diese Pötte sind ja fast Maßkruggroß!

Dem Händler habe ich angedroht, dass ich ihn hier wirklich beim Wort nehmen werde und die 140 PS dieses 320 Kg Giganten bereits am ersten warmen Frühlingstag testen werde.

 

Wie sich dann ein Triker auf so einem „Überbike“ fühlt, werde ich anschließend berichten.