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26.08.2009

Mein „Fridolin“, ein Weferlinger LC 9 / 200.

Über eBay habe ich mir im vergangenen Jahr einen kleinen Kleinstwohnwagen gekauft. Da ich nun mal leider in einem Alter bin in dem man nur noch ungern „auf dem Boden schläft“, will ich bei Triketreffen auch nicht mehr im Zelt nächtigen. Nach nunmehr drei, mehr oder weniger gelungenen Versuchen, mit zum Teil selbst gebauten Zeltcaravans habe ich mich nun für eine feste Variante von Caravan entschlossen. Da ich aber an meinem Trike so wenig wie möglich an Gewicht auf den „Bauernhaken“ nehmen will, blieb fast nur der kleine Weferlinger übrig. Der bringt ein Leergewicht von gerade mal 250 kg. auf die Waage. Mehr will wegen der Sicherheit meinem Trike nicht zumuten.

Am Tag der offenen Tür bei Rewaco hab ich im vergangenen November bei starkem Schneetreiben das Wägelchen beim Vorbesitzer in Bonn abgeholt. Innen war das Teil noch recht gut erhalten. Außer dem Polsterbezug war auf den ersten Blick alles in Ordnung. Nur außen …….. !!!!

Blau mit weißem Dach …… - wie ein Dixxi Klo. So wollte ich das Anhängsel meinem Trike wirklich nicht zumuten. Also musste über den Winter ein neues Außendesign her.

Im vorletzten Jahr habe ich in Ungarn einen wirklichen Künstler mit Pinsel und Airbrushpistole kennen gelernt. Als ich bei ihm anfragte war er sofort von dem Auftrag begeistert. Er zeigte mir ein paar Möglichkeiten der Gestaltung auf, von denen nunmehr ich begeistert war. Es sollte auf jeden Fall eine Lackierung sein, die man sofort mit meiner zweiten Heimat Ungarn in Verbindung bringen kann.

Anfang Februar stellte ich ihm dann den Fridolin, so wird die rollende Schlafstatt inzwischen genannt, in seine Werkstatt in Somogyfajsz.

Über zwei Wochen arbeitete Attila Nyakas dann an dem neuen Kleid. Erst wurden alle störenden Teile an der Außenhaut entfernt, dann wurde geschliffen und gespachtelt und grundiert dass es eine wahre Freude war.

Erst dann ging er daran bunte Luft auf das Holzkleid zu blasen. Attila machte sich einen Spaß daraus mir das Ergebnis seiner Mühe erst zu zeigen als dies auch wirklich vollendet war.

Ich muss sagen, ich war baff. Ein solches Kunstwerk hätte ich nicht erwartet. Auf der einen Seite die Silhouette des ungarischen Parlament, die Auffahrt zur Kettenbrücke, der Adler mit gespreizten Schwingen vom Gellertberg und noch mehr ungarische Sehenswürdigkeiten.

Auf der anderen Seite dann Bilder vom bäuerlichen Leben in Ungarn, eine Bäuerin und ihr Bauer in Festtagstracht, eine Fastnachtsmaske, ein Buso aus Mohacs und das geschnitzte Griffstück eines ungarischen Hirtenstabes.

Auch die Deichsel und die Felgen waren abgeschliffen und neu lackiert.

Nun geht es noch an kleinere Arbeiten im Innern und die neue Trikesaison kann kommen. Ich hoffe dass die beiden Stiefs dieses Jahr dann häufiger auf Triketreffen zu sehen sein werden. Auf jeden Fall ist mal das große Treffen in Kaposvar und die Hochzeit von Gisela und Bernd ganz dick im Kalender markiert. Aber auch beim Remy im Elsass, Neuenburg, Butzbach, Hof, die Heit net Triker aufm Schloss, Rede und noch ein paar andere Treffen stehen auf dem Wunschzettel.

Irgendwann kommt dann auch der Zeitpunkt an dem ich einen lange gehegten Traum wahr werden lasse: Ich möchte mit meiner Frau zusammen mit Trike und Fridolin ohne Zeitdruck die Donau begleiten. Von ihren Quellen im Schwarzwald bis zu Ihrer Mündung am schwarzen Meer. Der Tag wird kommen …….