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Die abendliche musikalische Unterhaltung war mehr als ein “Open Air Konzert” anzusehen. Auf der riesigen Freiluftbühne versuchten sich die Akteure vor allem in der Lautstärke zu überbieten. Das soll bestimmt nicht heißen, dass die Musiker nur laut gespielt hätten. Sicher war die Musik auch gut, aber mir persönlich eben einfach zu laut. Allerdings habe ich dann am späteren Abend mit Begeisterung einem Musiker gelauscht, der mit derselben ohrenbetäubenden Lautstärke spielte. – Auch „zu laut“ ist halt ein relativer Begriff.
Dieser Musiker, ein oberschenkelamputierte Motorradfahrer, Deak Bill, traf meinen Musikgeschmack halt ziemlich genau. Seit mehr als 30 Jahren ist dieser wilde Kerl einer der bekanntesten Musiker und ein Superstar im Magyarenland. Wie der da so auf einem Bein, mit dem anderen Beinstumpf an seine Achselkrücke gelehnt, seine Bühnenshow abzog, das war schon einmalig. Eine Stimme wie Joe Cocker und dazu noch ein richtiger Kerl aus der Szene. Spitze!!!
Die sommerlichen Temperaturen luden dann auch zum Sitzen bleiben ein. Das Hocken bis weit nach Mitternacht vor dem Zelt ließ sich dann also auf die schöne, laue Nacht zurückführen.
Ein Schelm wer da eine Verbindung zu den billigen Bierpreisen konstruiert.
Am Samstagmorgen weckte uns dann ein heftiger Regen aus tiefstem Schlummer. Da hab ich dann für die Bilanzen des Veranstalters richtig Schwarz gesehen.
Gegen 10 Uhr ließ dann aber der Regen nach und um 11 Uhr hatten wir wieder richtigen Sommer. Bei der pünktlich um 13 Uhr startenden Ausfahrt hab ich mir dann den ersten Sonnenbrand des Sommers geholt.
Nach der einstündigen Ausfahrt hatte sich das Gelände so gefüllt, dass der Präsi des veranstaltenden Clubs mit strahlender Miene über den Platz lief. Dort hatte er auch viel zu tun die ganze Prominenz des Trikebaus zu begrüßen: Joseph Auth und sein Sohn, Geschäftsführer von “Wolf Trikes”, Erich Salinger, Verkaufsleiter von “Easy Trikes”, Sandor Bodis und Gattin, der Inhaber der Firma Bodis (alles was an Edelstahl am Trike verbaut wird, einschließlich der Auspuffanlagen), Wolfgang Merkle, der Chef von “Boom” und Michael Bollinger, sein Einkaufsleiter waren auf dem Gelände zu finden. Kriss Guruz, die Veranstalterin des Treffens in Rede repräsentierte die Firma WK mit einem nagelneuen Trike.
War der Freitagabend schon ein Erlebnis, so ist der Samstag nur als “gigantisch” zu bezeichnen.
Ein Rahmenprogramm wie ich dies noch auf keinem Treffen dieser Szene erlebt habe. Die “Streetfightershow” mit Mokus, dem “Eichhörnchen” ist noch ganz besonders zu erwähnen. Wheelis und Stoppis kann ja zwischenzeitlich bald jeder der ein wenig mit seinem Mopped vertraut ist. Aber Überschläge mit dem Bike nach vorne oder balancieren auf einer 2 Meter hohen Leiter auf dem alleine fahrenden Bike, das sind Sachen die nicht wieder so schnell zu sehen sind.
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