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26.08.2009

Auch drei Räder .........

aber halt ein wenig schneller als ein Trike:

Hockenheimring 2006: Als Besucher bei einem Motorradrennen auf dem Hockenheimring lernte ich beim “Pitwalk” in der Boxengasse Peter Adelsberger kennen. Peter ist der Beifahrer auf einem Renngespann. Als Fan aller Arten von Motorsport war ich von der Teamsportart Gespannfahren sofort begeistert. Das gesamte, achtköpfige HSR Team strahlte so eine Begeisterung und so einen Enthusiasmus aus, dass ich auch über den langen Winter die Verbindung zu diesen Sympathieträgern des Rennsports gehalten habe.

Im vergangenen Jahr hat das  Österreichisch / Deutsche Duo den dritten Platz der internationalen deutschen Meisterschaft belegt. In diesem Jahr haben sich die beiden noch ehrgeizigere Ziele gesetzt. In den ersten drei Rennen der Saison wurde jedesmal ein Podestplatz erreicht und zweimal war es sogar der oberste der drei Plätze. Das “schlechteste” Ergebnis bisher war ein dritter Platz beim ersten Rennen der Saison.

Am vergangenen Wochenende hab ich die Beiden und ihre Mannschaft beim Rennen auf dem Nürburgring besucht. Als Rennmechaniker wäre ich zwar eine ausgemachte Niete, als Versorgungsmeister und Koch bin ich aber immer noch brauchbar. So hab ich zusammen mit Irene, der besten Ehefrau von Allen die Mannschaft ein wenig kulinarisch verwöhnt.

Leichte Kost für die Sportler ist angesagt.

Wenn man bedenkt, dass es nur heisse Würstchen oder Dosensuppe gibt wenn sich die Herrschaften selber versorgen müssen, ist es kein Wunder dass es allen geschmeckt hat.

Bei den Motorradrennen ist es üblich, dass am Samstag mittag die Boxengassen für Besucher geöffnet wird. Da können dann alle Besitzer einer Eintrittskarte ohne weitere Kosten den Rennteams aus nächster Nähe auf die Finger schauen. Da werden dann von den Teammitgliedern alle Fragen beantwortet und Autogramme geschrieben bis die Finger wund werden.

Wie man sieht, ist der Andrang und das Interesse riesengroß. Diese Rennserie ist wirklich noch Motorsport zu Anfassen. Da wird nicht wie bei der DTM oder der Formel 1 um alles ein Geheimnis gemacht.

Skeptische Blicke von Harry Hainbucher und Peter Adelsberger auf ihr Sportgerät kurz vor dem Rennen.

...... aber schon wenige Augenblicke später geht es los. Der Aufruf der Sidecar Fahrer zum Vorstart ist erfolgt ...

27 Renngespanne mit jeweils rund 200 PS warten bis die Ampel grün zeigt. Der Boden bebt. Dann geht es los.

Auf den obersten Podestplatz reichte es dieses mal nicht. Die beiden ersten Plätze wurden von Teams belegt, die auch in der Weltmeisterschaft ganz vorne mitmischen. Ein dritter Platz reichte dem HSR Team aber allemal um in der deutschen Meisterschaft die Punktwertung weiterhin mit weitem Abstand anzuführen.

Die nächsten Rennen finden am 3.8. auf dem Schleizer Dreieck, am 2.9. in Most CZE. und das Saisonabschlussrennen am 16.9. auf dem Hockenheimring statt. Die Preise für die Eintrittskarten bewegen sich in bezahlbaren Regionen und bei diesen Veranstaltungen bekommen die Zuschauer wirklich etwas geboten für ihr Geld.

Sollte ich auch in diesem Jahr wieder Freikarten für den Saisonabschluss in Hockenheim erhalten, werde ich dies hier bekannt geben und die Karten selbstverständlich wieder verschenken.

Nürburg – Beim Rennen der IDM Sidecar setzten sich am Sonntag (24. Juni) auf dem Nürburgring die Schweizer Markus Schlosser und Adolf Hänni durch und holten sich ihren zweiten Saisonsieg. Vor 13.200 Zuschauern präsentierte sich ein Riesenstarterfeld.
So wurde es bereits vor dem Rennen spannend, denn 31 Gespanne waren am Nürburgring angereist. Aber nur 27 konnten sich für das Rennen qualifizieren – fünf mussten vorzeitig die Heimreise antreten.

Bei sehr wechselhaften Wetterbedingungen war im Training jede Runde für eine gute Startposition wichtig. Markus Schlosser/ Adolf Hänni (SUI) nutzen die wenigen Sonnenstrahlen am Geschicktesten und fuhren die schnellste Trainingszeit. Neben ihnen komplettierten Mike Roscher/ Michael Hildebrand (GER) und Harald Hainbucher/ Peter Adelsberger (AUT) die erste Reihe.

Als am Sonntag dann die Startampel auf Grün umsprang, reagierte die erste Reihe nahezu zeitgleich. Nur der Lausitzer Uwe Göttlich und sein Schweizer Beifahrer Johannes Koloska konnten sich mit einem guten Start aus der zweiten Reihe in die Dreiergruppe mogeln.
In den ersten Runden entstand zwischen Schlosser und Roscher ein spannender Zweikampf an der Spitze. Das Polizeigespann von Harald Hainbucher, auf Platz drei, konnte das Tempo der Führenden nicht mitgehen und musste abreißen lassen. Auch hinter den potentiellen Podestplätzen waren die Positionen schnell bezogen. Spannend blieb es nur beim Kampf um Platz vier bis sechs, zwischen Göttlich/Koloska, Kornas/Stepien und Schröder/Burkard.

In der 12. von 17 Runden ereilte die zu der Zeit noch IDM-Zweiten Kornas/Stepien der Defektteufel. Wegen Spritproblemen mussten sie das Rennen vorzeitig beenden. Nur zwei Runden später taten ihnen es Göttlich/Koloska gleich und fuhren mit Motoraussetzern an die Box. Die von der Gruppe übrig gebliebenen Peter Schröder und Anna Burkard konnten nun den vierten Platz ungefährdet ins Ziel fahren.

An der Spitze begannen Markus Schlosser und Adolf Hänni unterdessen bereits ab Rennmitte mit den Überrundungen langsamerer Gespanne und bauten ihren Vorsprung bis auf 14 Sekunden aus. Die schnellen Schweizer gewannen ihr zweites Rennen der Saison 2007 klar. „Wir freuen uns sehr über den Sieg. Besonders weil wir im letzten Rennen kein Glück hatten. Der Sieg hier ist eine Genugtuung für uns und die gute Arbeit des Teams.“, so Markus Schlosser nach dem Rennen.

Als zweites Gespann überquerten Mike Roscher und Michael Hildebrand die Ziellinie. „Das war ein perfektes Wochenende. Wir sind Happy über den zweiten Platz. Im Vergleich zum Isle of Man-Rennen bei dem ich letztes Wochenende gestartet bin, war dieses Rennen hier anstrengender.“, sagte Mike Roscher leicht sarkastisch mit einem Grinsen im Gesicht.

Harald Hainbucher und Peter Adelsberger wurden als Dritte abgewinkt. „ Wir haben vom Start weg versucht mitzuhalten. Doch ab der dritten Runde hatten wir einige Rutscher. Ab da sind wir eher taktisch gefahren, immer die Gesamtführung im Hinterkopf.“

Das österreichisch-deutsche Team führt in der Meisterschafts-Wertung weiterhin mit 82 Punkten. Schlosser/ Hänni folgen jetzt mit 66 Zählern vor Schröder/Burkard, die am Nürburgring Vierte wurden, mit 49 Punkten

Wie man sehen kann ist auch WWW.Bergabwienix.de als Sponsor auf dem Renngerät verewigt.

Der Rennbericht und ein Teil der Bilder stammen von der offiziellen IDM HP: