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26.08.2009

Das neue „Easy Chopper“ mit Automatikgetriebe.

Bei einem Triketreffen hatte ich vor kurzer Zeit Gelegenheit das neue Automatik Modell von „Easy Trikes“ Probe zu fahren.

Optisch hat sich das Modell schon dadurch zum Vorteil verändert, dass der Rahmen etwas verlängert wurde und das ganze Fahrzeug dadurch etwas gestreckter wirkt. Auch dem Sitzkomfort kam diese Modifikation zu Gute. Angenehm tief kann man sich nun auf den bequemen und gut ausgeformten Fahrersitz fallen lassen. Die Lehne ist so hoch, dass der Fahrer einen ordentlichen Halt im Kreuz hat und der Beifahrer noch bequem sein Gestühl erreicht.

Das Starten des 75 PS Peugeot Motors geht unspektakulär vonstatten. Automatikwählhebel in Position P und ohne Gas zu geben den Schlüssel drehen. Der wassergekühlte Reihenvierzylinder erwacht sofort zum Leben und grummelt verhalten vor sich hin.

 

Zum Anfahren den Wählhebel über R nach D ziehen und am Gasgriff drehen. Ein Scharren der Hinterräder oder ein Anheben des Vorderrades darf man nun nicht erwarten. Das Fahrzeug setzt sich aber doch recht flott in Bewegung. Das Ganze geht aber so ohne Hektik und Krawall vor sich dass man die Beschleunigung gar nicht so richtig wahrnimmt. Wie schnell das Trike aber ist, stellten wir bei einem spielerischen Beschleunigungsrennen auf einer Flugzeuglandebahn fest.

Ich bilde mir ein, mit meinem 1,8 Ltr. Boxermotor mit Doppelvergasern und Resonanzauspuffanlage nicht gerade das lahmste Trike zu fahren. Bei diesem Spaßrennen musste ich aber feststellen, dass der Fahrer des Automatikchoppers keinen Meter Boden auf mein Trike verlor. Hatte ich alle Hände voll zu tun, keinen Schaltpunkt zu verpassen und trotzdem die volle Drehzahl auszunutzen, so saß der Automatikfahrer in seinem Sessel und drehte nur einmal am Gasgriff.

Bei jedem meiner Schaltvorgänge zog der dann mit dem „Easy“ ein paar Meter davon. Erst kurz vor dem nächsten Schalten hatte ich ihn wieder eingeholt – und dann wiederholte sich das Spiel.

Wir erreichten also zeitgleich den Punkt, wo kurz vor dem Ende der Betonpiste voll in die Eisen gestiegen werden musste.

 

Das Automatikgetriebe aus dem VW T2, das durch eine Adapterplatte mit dem Peugeot Motor verbunden ist, schaltet bereit bei etwa 800 Touren unter der Höchstdrehzahl. Die manuellen Schaltstufen 1 und 2 sind am Prototypen noch gesperrt. Wenn in der Serie mal die Möglichkeit gegeben ist, die Automatic durch diese beiden Stufen zu beeinflussen, so kann im Sprint noch ein deutlich besserer Wert erzielt werden.

In der technischen Reife ist dieses Vorserienmodell schon sehr weit fortgeschritten. An der Optik gibt es noch einiges zu tun.

Mit einem kräftigen optischen Feintuning bringt „Easy“ da ein Trike auf den Markt, das nicht nur die Vermieter sondern auch jeden vernünftigen Cruiser anspricht.

Dafür sollte aber der hässliche Kühlwasserausgleichsbehälter, der die ganze Heckansicht verunziert, noch unter der Motorabdeckung verschwinden.

 

Auch das „Easy“ Topmodell, der „Taifun“ hat ein kleines Facelifting erfahren. Die etwas antik anmutende Cockpitverkleidung wurde durch eine kleine Plexiglasscheibe ersetzt. Die Optik hat dadurch deutlich gewonnen und der Fahrkomfort nicht gelitten – so versicherte mir zumindest der Verkaufsleiter Erich Salinger.

Auch die neuen, etwas höheren und deutlich besser ausgeformten Sitze passen vorzüglich zur neuen Optik.

 

Die Serienfertigung ist angelaufen. Die ersten Modelle des bereits in der letzten „TS“ vorgestellten Chopper von Easy Trikes kommen in diesen Tagen zur Auslieferung. Das Schalten erspart das aus dem VW Transporter stammenden Automatikgetriebe. Einige optische Retuschen waren noch nötig und ein paar kleinere technische Änderungen wurden noch vorgenommen. Hatte der in Ungarn und in Butzbach vorgestellte Prototyp noch einige optische Macken, so zeigt sich mit dem Serienmodell ein wunderschönes ausgereiftes Trike. Durch die Rahmenverlängerung hat nicht nur der Sitzkomfort gewonnen, das ganze Trike wirkt auch viel agiler, gestreckter und schlanker.

Der bisher das ganze Heck verunstaltende Kühlwasserbehälter ist unter der Karosserie verschwunden.

Die bequemen Sitze sind schön ausgeformt, abgesteppt und mit farblich abgesetzten Biesen versehen.

Eine digitale Ganganzeige wurde auf der Tankatrappe platziert.

Der Ventiltrieb ist mit der bekannten Plexiglasabdeckung versehen und macht damit die Technik schön sichtbar.

Die Lufteinlassöffnungen für die Wasserkühler erinnern optisch an die Seitenkästen eines Formel 1 Autos.

Div. Polierte Edelstahlabdeckungen kaschieren die weniger schönen Ecken des Reihenvierzylinders und setzen optische Akzente.

Die von Easy bekannten 5 Speichen Alufelgen runden die gelungene Optik positiv ab.

Der 1,4 Liter Peugeot Motor mit 75 PS liefert genug Leistung um auch einen etwas größeren Wohnwagen an den Haken zu nehmen. 450 Kg. gebremste Anhängelast genehmigt der TÜV in Deutschland.

Ein optional angebotenes Koffersystem bietet genug Stauraum auch für die größere Tour.

Zum Einstiegspreis von 19 400,- € Steht das Modell ab sofort bei den Händlern.

Eine Händlerliste ist unter WWW.easy-trike.de zu bekommen.