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Ein heißer Ritt auf breiten Schlappen
Auf der internationalen Automobil Ausstellung 2005 in Frankfurt präsentierte die Firma Boom ein Modell ihres Fighters mit sagenhaften 220 PS. Als Besitzer eines 50 PS Käfertrikes kann ich mir diese Leistung bei knapp 700 kg. Fahrzeuggewicht kaum vorstellen. Ich fragte also Wolfgang Merkle nach einer ausgedehnten Probefahrt mit diesem Donnerbolzen um darüber in der „Trikerszene“ zu berichten. Zusage eingeholt, Termin vereinbart und auf gutes Wetter gehofft. Wenige Tage vorher noch einmal angefragt ob auch alles in Ordnung geht? „Der 220 PS Power Fighter ist nicht verfügbar, aber fahr doch erst mal mit dem 170 PS Fighter“. Auch nicht schlecht dachte ich so für mich, fahr ich halt erst mal mit dem „gemütlichen“ Trike.
Die Fahrt sollte mich nach Ungarn führen aus verschiedenen Gründen: Zum Einen kann ich auf der langen Anfahrt mal die Langstreckentauglichkeit testen, zum Anderen sagt mir die Erfahrung dass ich dort auch Ende Oktober noch trockenes Herbstwetter antreffen und nicht zuletzt sind die Straßenzustände dort fast überall so besch…., dass Fahrwerkschwächen erbarmungslos aufgedeckt werden.
Am vereinbarten Treffpunkt übernahm ich also das Fahrzeug und setzte mich zum allerersten Mal auf einen Fighter. Das war die erste positive Überraschung: Die Sitzposition kam mir noch bequemer vor als auf dem Low Rider. Die Sitzschale ist auf jeden Fall besser ausgeformt und etwas breiter. Sogar mein ausladendes Hinterteil fand bequem darin bequem Platz. Vor allem in Lederhosen sitzt man auf dem Bezugstoff wie festgepappt. Auch ganz wild genommene Kurven brachten mich nicht ins Rutschen.
Als ich dann mal losgefahren war wollte ich gar nicht mehr absteigen. Ich fuhr die rund 1100 Km fast non stop durch und hielt nur zum Tanken und Pinkeln zwischendurch an. Als ich dann nach gut 9 Stunden mein Ziel in Südungarn erreicht hatte, hätte ich meinem Hintern und meinem Kreuz gut und gerne noch mal zwei Stunden Triken zugetraut. Dieser Langstreckenkomfort sucht also wirklich seinesgleichen.
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