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Da stand ich nun. Abends um 8 auf der österreichischen Autobahn und hätte ein kleines Vermögen gegeben für ein Radkreuz. Natürlich stand ich genau in der Mitte zwischen zwei Rufsäulen. Und an mir vorbei rauschten die LKWs, dass sie beinahe meinen armen Fridolin streiften. Aber auch von diesem Argument ließ sich der ÖAMTC nicht zu mehr Tempo antreiben. So eine Stunde, auf Armeslänge vom brausenden Verkehr entfernt ist ewig lang. Aber auch sie ging rum, Das Radkreuz in Form eine gelben Engels kam an und das Rad wurde gewechselt.
Nun wollte ich ein wenig Zeit wieder gut machen und noch zwei, drei Stunden in die inzwischen angebrochene Nacht hineinfahren. Durch die Pannen ein wenig sensibilisiert, lauschte ich auf jedes Geräusch.
Irgendwann hatte mein Lauschen tatsächlich Erfolg. Ganz leise hörte ich von irgendwoher ein leises Klack, Klack, Klack …. Bei jeder Radumdrehung. Dann war’s aber wieder weg. Wahrscheinlich war ich doch übersensibel.
Dann war das Klacken wieder da. Aber wo kam es bloß her. Ich lauschte angestrengt und immer wenn ich meinte das Geräusch lokalisiert zu haben, war es wieder weg.
Dann hatte ich wirklich die Schnauze voll und lenkte mein Gespann auf den großen Parkplatz eines Autohofes. In erreichbarer Nähe der Toiletten parkte ich dann und legte mich schlafen.
Am nächsten Morgen ging es dann ausgeruht und frisch gewaschen in der Rasthofdusche, wieder auf die Bahn.
Angestrengt lauschte ich dann wieder nach dem klacken. Aber weit gefehlt, es war nix zu hören außer dem sonoren Brummen des zuverlässigen Boxermotors.
Hatte ich mich in der Nacht wohl doch getäuscht.
……. Und dann hatte ich das schier unglaublichste Erlebnis meiner Tour:
Schon bei der Hinfahrt hatte ich mir für die Öschis Autobahn ein Pickerl gekauft. Mangels Windschutzscheibe, wo das Bäbberle sonst angebracht wird, hatte die Vignette, wie vom ADAC empfohlen, zusammen mit dem Kaufbeleg in die Hosentasche gesteckt.
Wie es nun der Teufel (oder die österreichische Asfinag) will, war kurz vor der Grenze noch eine Mautkontrolle aufgebaut. Dabei muss dann jeder im Schritttempo an einem auf der Fahrbahn stehenden Kontrolleur vorbeifahren. Eine fehlende Vignette wird dort sofort mit 125 Euronen Strafe geahndet. Auf meiner Fahrspur stand nun eine recht junge, nette und gut aussehende Polizistin. Da mir bekanntermaßen alle Österreicher erst einmal unsympathisch sind, holte ich mein in der Hosentasche steckendes Pickerl nicht gleich heraus. Ich wollte das Mädchen erst mal ein wenig ärgern. Diese musste nun denken ich wäre ein Mautpreller. Sie strahlte mich aber nur an und meinte „ ….. ach, fahrns halt weiter“ Über diese Reaktion war ich so perplex, dass ich gar nicht mehr dazu kam ihr zu erklären, dass ich doch meine Maut bezahlt hatte. Vielleicht gibt’s unter den österreichischen Bütteln ja doch vernünftige Menschen?
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